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Vollmond in Steinbock: Was jetzt wirklich zählt

Vollmond in Steinbock im intuitionclub spricht von "Fed up with that Bullshit"


Fed up with that bullshit.


Es ist kurz vor zwei Uhr morgens am 30. Juni.

Und der Mond hat die Schnauze voll.

Von deinen Ausreden. Von dem, was du dir einredest. Von den Strukturen, die du weiter aufrechthältst, obwohl du längst weißt, dass sie nicht mehr tragen. Von dem ewigen Warten auf den richtigen Moment, die richtige Erlaubnis, das richtige Zeichen.


Der Vollmond in Steinbock steht auf 8 Grad — im harten Quadrat zu Neptun.

Zwei Kräfte. Entgegengesetzt. Und keine davon ist sanft.


Steinbock legt den Finger auf die Stelle, die wehtut. Er fragt nicht höflich. Er rechnet ab - schwarz auf weiß. Was trägt. Was du dir nur eingeredet hast, dass es trägt. Was du aus Angst nicht loslässt. Was du aufgebaut hast — für wen eigentlich?


Steinbock fragt nicht nach dem Wunschbild.

Er fragt nach dem, was tatsächlich trägt.



Was der Vollmond in Steinbock wirklich beleuchtet


Kein Raum mehr für halbe Antworten.

Dieser Vollmond leuchtet auf zwei Muster - und du kennst beide.


Das erste: Du gibst Autorität ab. An Meinungen, die dir nicht gehören. An Erwartungen, die nie deine waren. An das diffuse Gefühl, erst irgendwann gut genug zu sein - wenn du nur noch ein bisschen mehr leistest, noch ein bisschen weniger Raum einnimmst, noch gefälliger bist.


Das zweite: Du hältst alles zusammen. Für alle. Du bist die Struktur, auf die sich andere verlassen - und niemand fragt, wer dich trägt.

Geborgenheit ohne tragfähige Form bleibt verletzlich. Struktur ohne menschliche Wärme wird hart.


Steinbock will beides. Nicht entweder-oder. Er hat keine Geduld für das ewige Entweder-oder.



Neptun im Quadrat: Schluss mit dem Vernebeln


Hier wird es unbequem.

Alte Illusionen lösen sich auf, Grenzen verschwimmen, bisherige Gewissheiten geraten ins Wanken.


Konkret sieht das so aus: Du hängst an einer Idee von dir selbst, die nicht mehr stimmt. An einer Beziehung, die sich schon lange falsch anfühlt — aber du redest dir ein, das sei normal. An einem Job, einer Rolle, einem Selbstbild, das dir längst zu eng geworden ist.


Neptun macht es gemütlich im Unklaren. Er gibt dir einen weichen Filter über die Dinge, die du eigentlich sehen müsstest.

Steinbock reißt diesen Filter weg.


Fed up with that bullshit - das ist keine schlechte Laune. Das ist Klarheit. Das ist dein innerstes Wissen, das endlich laut genug wird, um nicht mehr ignoriert zu werden.


Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen vermischen sich leichter mit dem, was tatsächlich gegeben ist. Dieser Vollmond macht sichtbar, wo du das tust. Wo du hoffst statt hinschaust. Wo du wartest statt entscheidest.



Merkur rückläufig: Erst innen klären


Zeitgleich beginnt Merkur seine Rückläufigkeit im Krebs.

Gespräche laufen Gefahr, emotional aufgeladen zu sein. Absprachen können schwammig sein, Missverständnisse scheinen vorprogrammiert.


Das ist kein Freifahrtschein für Stillstand. Es ist ein Auftrag.


Kehre zurück zu dem, was du weißt. Zu dem, was du gefühlt, aber noch nicht ausgesprochen hast. Zu den Sätzen, die du immer wieder runterschluckst, weil du nicht weißt, ob du sie sagen darfst.

Du darfst.


Gespräche können nochmals aufgenommen, Entscheidungen überprüft, ältere Themen neu betrachtet werden. Aber erst wenn du innen weißt, was wahr ist — dann sprich es aus. Dann handle.



Jupiter wechselt in den Löwen: Das Davor und das Danach


Am selben Tag verlässt Jupiter nach einem Jahr das Zeichen Krebs und wandert in das Feuerzeichen Löwe. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren.

Das ist ein Schnitt.


Jupiter im Löwen belohnt keine Fassaden. Er verstärkt, was echt ist. Wer jetzt mit dem weitermacht, was sich schon lange falsch anfühlt — bekommt davon einfach mehr. Mehr Erschöpfung. Mehr Leere. Mehr von dem Gefühl, das dich hierher geführt hat.


Illusionen werden sichtbar — aber auch echte Leistungen, die im Alltag zu selbstverständlich geworden sind.


Der Vollmond in Steinbock zieht die Bilanz. Jupiter schaut danach nach vorne. Du brauchst beides — aber in dieser Reihenfolge.



Drei Fragen. Keine weichen Antworten.


Kein Ritual. Kein Räucherstäbchen. Ein Blatt Papier. Und die Bereitschaft, dir selbst nichts mehr vorzumachen.


Was trage ich — und für wen? Welche Verantwortung ist wirklich deine. Welche hast du irgendwann übernommen, ohne je gefragt worden zu sein.


Wo warte ich noch auf Erlaubnis? Auf Zustimmung. Auf den richtigen Moment. Steinbock wartet nicht. Er entscheidet.


Was weiß ich schon längst — und sehe ich trotzdem nicht an? Die unbequemste Frage. Die, für die du diesen Text vielleicht gelesen hast, ohne es zu wissen.



Dieser Vollmond in Steinbock hat keine Geduld mehr


Der Vollmond im Steinbock führt zurück zu der nüchternen Frage, was von all unseren Gedanken, Möglichkeiten und Plänen im wirklichen Leben Bestand haben kann.


Was hält stand, wenn du aufhörst, es zu halten?


Das ist alles, was dieser Mond wissen will.

Und du weißt die Antwort bereits.


Happy Full Moon und bis bald, Moonchild.


Aleks von intuitionclub



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